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24.02.2011: Zurück in Deutschland.
07.02.: Zurück aus dem Outback. 5000 km in 10 Tagen - was für ein Roadtrip.
26.01.: Mit dem Campervan auf der Great Ocean Road unterwegs...
31.12.: Endlich nen eigenes Surfboard. Juhu!
29.12.: Zurueck in Sydney.
19.12.: 12 Stunden Zeitverschiebung. Einfacher zu rechnen :-)
18.12.: Gut in Fiji angekommen. Mit netten Leuten auf ner einsamen Insel. Wie im Film.
12.12.: Aufgrund von Wellenmangel nach Surfers Paradise weitergefahren. Hier auch keine Wellen. Grmbl.
10.12.: In Noosa. Die Sonne ist zurück. All about surfing.
03.12.: Back. Verregnet. Wurde beim Tauchen von einem Hai umkreist. Cool.
29.11.: 3 Tage Segeln um die Whitsunday Islands. Catch ya later!
28.11.: Hab heute vom Reisebus aus Kamele im Sonnenuntergang gesichtet. Afrika?
17.11.: Nun obdachlos und von nun an mit dem unterwegs, was in den Rucksack auf den Ruecken passt.
06.11.: Klausurenphase. Campen in der Bibliothek.
31.10.: Ab jetzt 10 Stunden Zeitverschiebung.
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Freitag, 17. April 2009

Ein Traum geht zuende...

Morgen um 18 Uhr hebt mein Lufthansa-Flieger ab und bringt mich über Nacht nach Frankfurt am Main. Das ist schon ganz schön heftig: Das heißt nämlich, dass das Kapitel „Südafrika“ vorerst beendet ist. Kann gar nicht abmessen, wieviel mir die letzten acht Monate hier in diesem Land gebracht haben. Weiß nur, dass ich mich unglaublich verändert habe und hoffe, dass meine Homies in Germany damit klar kommen :-) Aber ist ja größtenteils zum Positiven... Unerwarteterweise freue ich mich voll auf Deutschland und bin nicht so sehr trauergeplagt über den Abschied von allem hier. Meimei, wenn ich bedenke, wie das hier alles angefangen hat: Von der verkackten Hinflug-Europa-Rundreise über Kids Explosion im Township über die einsame Reise an der Küste entlang hin zur Augen-OP und Deutschen Schule. Dann Namibia und jetzt Deutschland. Mag jemand Kilometergeld sponsorn?

Wie heißt es so schön? Alles hat ein Ende, außer (bekanntlich) die Wurst. Und vielleicht mein Blog. Die 5100 Klicks, die sich in den letzten 7,5 Monaten angesammelt haben, zeigen, dass doch ein gewisses Interesse an dem bestand, was hier steht. Kann ja nicht sein, dass es hier einfach so aufhört, oder? :) Und deswegen spiele ich mit dem Gedanken, euch weiter auf dem Laufenden zu halten - über den Kulturschock, das Leben in Deutschland und meine Gedanken über das, was zählt oder auch nicht. Ob und wie weit ich das fort führe, hängt von der Leseranzahl ab (und selbst für Mama und Papa würde ichs tun :-D ).

Jetzt heißt es erstmal: Sandros special Nudelsalat zubereiten und Fleischlappen grillen! Dann wenig schlafen und 10 Stunden Flugzeugsessel hocken und das Leben wieder nicht raffen. Ein Kreis schließt sich...

An alle, die die Blogeinträge als vollautomatischen Newsletter bekommen: Meldet euch, wenn ich euch austragen soll!
An alle, die die Blogeinträge nicht als vollautomatischen Newsletter bekommen: Meldet euch, wenn ich euch eintragen soll! :-)

Tragödie an der Deutschen Schule

Zeitungsartikel: englisch - deutsch

Einen Tag vor meiner Abreise ist hier Ausnahmezustand. Wir sind alle geschockt und sprachlos, hängen mit langen Gesichtern und schweren Mägen in unserer WG und aus der Abschiedsparty heut abend wird wohl nicht mehr als ein Gemeinschaftsabend... Grund: Der Mörder war unser Nachbar. Das ist so unfassbar und schwer zu verarbeiten. Auf einmal bist du mitten drin. Ihm gestern noch "Guten Morgen" gesagt und heute ist seine Wohnung mit "Crime Scene"-Absperrbändern abgesperrt. So hab ich mir meinen Abschied von Südafrika wahrlich nicht vorgestellt................................


Mittwoch, 15. April 2009

Fotos online

Habe gerade ein paar Highlights aus der namibianischen Fotosammlung online gestellt:


und JA, die Dünen waren wirklich so rot, so schön, so unfassbar *träum*

Weiterhin hat sich Robin (mein Travelmate) auch mal über den RoadTrip ausgelassen - ich habe herzlich gelacht, ihm sind eben noch ganz andere Details der Reise wichtig :-) reinschauen lohnt sich: http://suid-afrika.over-blog.de/article-30246796.html
Yebo!

Montag, 13. April 2009

Roadtrip Namibia

In den letzten 2 Wochen habe ich einiges gelernt. Zum Beispiel die einfache Wahrheit: Benutze dein Autodach NIEMALS als Ablage! Ich hab es am Samstag, als wir um 4 in der früh zur 1700km langen Heimfahrt antraten, leider getan. In Windhoek an der Tankstelle. Mein Bauchgürtel mit Kredit- und EC-Karte, Führerschein, Ausweise und ner Menge Bargeld. Und einsteigen und voller Zuversicht losfahren, bei Sonnenuntergang in Südafrika zu sein. 50 km hinter Windhoek der komische Gedanke "Wo ist eigentlich mein Bauchgürtel?". Und wieder zurück durch die Wüste in die Hauptstadt. Meine Hoffnung war am Boden. Jeder Fußgänger hätte ihn aufheben können. Irgendwo auf der Straße lag er dann. Überfahren. Offen. Die Scheine schauten noch raus. Aber es fehlte nichts. Einmal "JESUS" durch die dunklen Straßen Windhuks schreien. Aus tiefstem Herzen.

Außerdem: Namibia ist ein einsames Land. Und hat fast nur Schotter-, Geröll- oder Sandstraßen, auf denen man sich wie ein Rallyefahrer fühlt. Wir fuhren 4500 km bei Linksverkehr durch die Landschaft und sahen nicht viel: Wüste. Karges Land. Dünen. Steine. Sträucher. Zwischen zwei Dörfern (die rund 200 km auseinander liegen) mal ein einsamer Fahrradfahrer oder Fußgänger. Dafür wurden wir entschädigt: Die Ziele, die wir ansteuerten, waren atemberaubend. Klar, warum die so versteckt und schwer erreichbar sind. Die blutroten Dünen sind wirklich so blutrot wie auf den Bildern. Einmal hat mich ein Strauß warnend angegrunzt, als ich morgens um 6 durch die Wüste zu einer Trockenpfanne gehiked bin. Nur ich und er, Auge in Auge. Es war, als wäre mein Leben auf diesen Moment hinverlaufen ;-) Dann die grasenden Springböcke vor den hohen Dünen. Namibia ist ein Traum für jeden Fotografen! Sossusvlei, da sieht's aus wie auf dem Mars. Mein Herz kann das alles gar nicht fassen. Eine 300-m-Düne erklimmen und von oben runterkullern!

Zum zweitgrößten Canyon der Welt fahren. Du stehst davor und raffst es nicht. Es ist, als stünde man vor einem großen Bild. Der Kopf kann nicht einordnen, was er da sieht. Es ist hoffnungslos, also hilft nur genießen.

Einmal hat es uns in die Kalahari verschlagen. Drei Tage und zwei Nächte durch die Steinwüste hiken, über hausgroße Felsen klettern, in der sengenden Hitze im Fluss nackte Abkühlung suchen, den Hut befeuchten, um die nächsten Kilometer bewältigen zu können. Proviant für drei Tage mitschleppen, abends ein Festessen im Mondschein abhalten. Bei Sonnenaufgang aufbrechen. Den Giraffenspuren durchs ausgetrocknete Flussbett folgen. Die unfassbare Schönheit des Lebensfeindlichen vom Berg aus in sich aufsaugen. Ich lebte. Den letzten Tag, der für 6,5 Stunden veranschlagt war, mit strammem preußischem Fußmarsch in 2,5 Stunden runterruppen (Kerle brauchen ab und zu Mal was, um sich auf die Schultern zu kloppen).

Dann in die deutsche Stadt fahren. Fachwerkhäuser bewundern. Sonnenuntergang überm Meer. Hai-Steak auf deutsch bestellen, auf der Straße schwäbelnde Leute. Auf die 200ccm-Quadbikes schwingen und mitten durch die Wüste heizen, Anlauf nehmen und über Dünen springen, mit 100 km/h die Dünen hoch und runter, neue Reifenspuren in den Sand graben. Ich glaub ich träume. Dieser Tag war (wie übrigens schon so viele andere) der BESTE!. Sandboarden - mit Snowboards die Dünen runterheizen. Schlittenfahren im Sand. Mit geschlossenen Augen war's wie auf feinstem Pulverschnee!

Dann noch die Straße. Bis zum Horizont. Mal freundlicher Teer, mal roter Sand, ein anderes Mal unfreundlicher Schotter. In den Sonnenuntergang fahren. Mit einem guten Freund das Leben bequatschen.

Afrika hat was. You can't describe it, you can only truly feel it...

Montag, 30. März 2009

Roadtrip nach Deutsch-Südwest

Auch wenn jetzt vielleicht heftige Proteste a la "Wo bist du denn die ganze Zeit schon?" kommen: Ich gehe in den Urlaub :-)

Ich werde in weniger als drei Wochen schon wieder in deutschen Gefilden rumfleuchen (AAAAAHHHHHHHHHHH) und nur noch bis Mittwoch im herzallersüßesten Kindergarten arbeiten. Deshalb hab ich noch ganze 13 Tage bis zum Schulanfang hier. Und da ich Abenteuerluft geschnuppert habe, soll es nochmal ganz dick kommen: Ich werde mit Robin aus Kurland einen Roadtrip durch zwei Wüsten unternehmen! Namib und Kalahari stehen auf dem Programm, das heißt Südafrika, Namibia und Botswana sind unsere fette Beute. Eigentlich lautet unser Grundsatz "Wir buchen nichts außer unseren Mietwagen" - deshalb weiß der Schinder, WO wir langfahren werden, OB wir Botswana sehen oder WANN wir wo langcruisen werden. Hauptsache JUNG und FREI sein und genau das auskosten und genießen!

Ich freu mich so. Wenn ich am 19.04. nicht in Frankfurt ankomme, dürft ihr anfangen, die roten Dünen der Namib nach zwei Verdursteten abzusuchen. Erkennungsmerkmal: Nur einer der beiden Skelette hat eine Brille :-D


Samstag, 28. März 2009

Mitbewohner sind toll...

...und das Internet auch. Habe gerade beim stoebern einige Fotos entdeckt, die meine Mitbewohnerin Joana (die sich gerade in den Drakensbergen rumtreibt) online gestellt hat. Wer sich also fragt, was hier noch so passiert, ausser dem, was ich im Blog veroeffentliche (was ja offensichtlich nur ein kleiner Teil ist), der kann ruhig ab und zu mal die Blogs meiner Mitbewohner Kirsten, Madleen und Joana lesen. Rechts unter der Ueberschrift "Blogs von Freunden" finden sich die Links. Hier eine kleine Fotogalerie von Joana, mit Beachvolleyball-, Party- und Lifestyle-Fotos:

Donnerstag, 26. März 2009

Hannelore, Franz-Rudolph und Konsorten

Beobachtungen aus meiner täglichen Arbeit: Hannelore sabbert manchmal. Franz-Rudolph hat Probleme beim Gehen. Heinrich fehlt ein Zahn. Was sich hier wie eine Szenen aus einem Altenheim anhört, ist ein Kindergarten. Die lustigen Namen lassen sich durch die familiären Hintergründe der Kinder erklären: Deutsche Südafrikaner mit doppelter Staatsbürgerschaft, die schon in vierter Generation hier leben und den Schuss nicht gehört haben ;-)

Whatever, die Arbeit macht total viel Spaß, ist aber auch mega anstrengend! Eigentlich tue ich die meiste Zeit nicht anderes, als die dicken Pausbacken von zwei- bis vierjährigen zu knuddeln und ihnen irgendwelche Werte ins Leben zu (natürlich nur im übertragenen Sinne) prügeln (das Spektrum reichte bisher von "Hand vorm Mund beim Husten!" über "Lügen ist für Looser!" bis hin zu "Schlag niemals eine Frau!"). Das ist schon fett. Anstrengend wird es immer ungefähr nach drei Stunden, wenn ihre kleinen gellenden Stimmen die meinige überbieten und ich mich irgendwann fühle, als ständen sie alle andächtig im Kreis um mich herum, jeder einen kleinen Eisenhammer in der Hand, im Takt auf meinen Kopf klopfend. Heute hab ich irgendwann einfach Hillsong-Mucke per mp3-Player gehört und ihnen zur Musik beim spielen zugeschaut. Darf auch mal sein.

Rechts auf meiner Travel-Karte lunzt den Betrachter meine Vorfreude auf das an, was nächsten Mitwoch für 12 Tage kommt: Der letzte große Trip *schaurigemusikspiel*

Montag, 23. März 2009

Schadenfreude...

Damit es hier nicht zu langweilig wird, gibt's jetzt was zu lachen :-) Schussligkeit auf einem Trampolin in Knysna... Eine meiner ersten Erfahrungen mit dem afrikanischen Busch (Wortspiel, muaha). Ist schon ein halbes Jahr her (das erklärt auch das weiße T-Shirt, was ich trage *g*).

Sandro der Kindergärtner

Die Schulferien sind angebrochen. Die Schule kommt mir vor wie ein Geisterhaus. Zu der Unheimlichkeit trägt bei, dass die Pausenklingeln nicht abgestellt wurden... However, ich verbringe die nächsten zwei Wochen halbtags im Kindergarten - das ist der Ort, wo die Speckwürste sind :-)

Die Arbeit ist zwar anstrengend (nach 4 Stunden muss ich mich erstmal ne Stunde an den Pool legen um zu entspannen *g*), aber die Kinder sind ja SOWAS von unglaublich putzig. Die zweijährigen sind mir die liebsten, die können noch nicht so richtig rotzfrech sein, aber schon einigermaßen reden und laufen. Ich glaube, es tut denen auch mal ganz gut, dass ein Kerl kommt und mit ihnen balgt und Fußball spielt, mit den Erzieherinnen können die so Jungssachen ja nicht machen :o)

Meine neu gelernten Vokabeln von heute sind: Drücki und Kitzli, sobald es aber zu "küssli" kam, wurde es mir zu viel x-) Außerdem denke ich darüber nach, ob es moralisch für mich vertretbar ist, dass ich, wenn mir die kleinen reihenweise hingeschmierte und gekritzelt ausgemalte Bilder bringen, auch noch bei dem 15. sage "Wow, DAS ist aber schön! Hast du GANZ alleine gemacht? WoooooooW!". Schon heuchlerisch, irgendwie.........................

Donnerstag, 19. März 2009

Klassenfahrt - schee war's

Obwohl es jetzt schon wieder fast eine Woche her ist: Die Klassenfahrt war HAMMER! Zweieinhalb Tage im Buschcamp mit 60 Dreizehnjährigen - was gibt es schöneres :-) Die Kinder endlich mal wieder in zivil (also ohne Schuluniform) zu sehen und Dinge zu tun, die nichts mit der Schule zu tun haben (wie zum Beispiel kloppen). Dazu noch den Impalas zuschauen, die ab und zu auf der Wiese neben den Zelten rumgaloppieren (ist ja schließlich nen Wildgebiet) oder der Herde Streifenmungos, die zu Dutzenden bei Regen aus dem Feld zu unseren Zelten rennen. Oder nachts im Zelt zu pokern. Oder offene Ohren für seelisch angespannte Teenager haben. Herrlich.

Hier fangen morgen die Osterferien an (drei Wochen). In zwei Wochen werde ich auch eine Woche frei haben und nochmal auf die letzte große Reise gehen, bevor ich danach ins frühlingshafte Deutschland zurückfliege. Großes Kino. Ganz großes...

Donnerstag, 12. März 2009

Klassenfahrt



Ich bin von morgen frueh an bis Sonntag auf Klassenfahrt in Nylstroom. Juhuu, Klassenfahrt in Afrika! Mit allen siebten Klassen. Wenn das mal kein Gaudi wird! Auf in den Busch!

Dienstag, 10. März 2009

Adrenalin, Abhängen and Abenteuer

Ja, und das alles in einem Wochenende! Was ich in diesen zwei Tagen erlebt hab, würde ich selbst nicht glauben, wenn ich es nicht selbst mitgemacht hätte. Die Praktikanten und zwei Lehrer sattelten am Samstag in aller Herrgottsfrühe mal wieder die Pferde (Autos) und machten sich auf, das Land zu erkunden. Ziel war der Blyde River Canyon, nach dem Grand Canyon in Arizona und dem Fish River Canyon in Namibia der drittgrößte Canyon der Welt. Und enthalten im Kreise der schönsten Fleckchen Erde, die meine Augen in diesem Leben erblickt haben. Wir haben den Samstag im Großen und Ganzen damit verbracht, zu verschiedenen Aussichtspunkten zu fahren und die Münder nicht mehr zuzukriegen. Gigantische Felsformationen, ausgewaschene Steilklippen, 700-Meter-Abhänge und eine Aussicht über den Krügerpark bis nach Mosambik - sowas kann man nur genießen, nicht fotografieren (warum versucht man es eigentlich trotzdem?). Müde vom langen Auto fahren bezogen wir später unsere Betten im Sabie Backpackers (juhu, endlich wieder Backpackers-Luft schnuppern!). Nach einem Glas Wein im beheizten Pool nahmen uns ein paar Backpacker-Chefs mit zu einem Nachtausflug - einen schönen hohen Wasserfall bestaunen! Das war ein Erlebnis: Über dir der Dreiviertelmond, der das schäumende Wasser weiß in die Nacht leuchten lässt, vor dir der tosende Wasserfall und unter dir glühende Pilze (wer wusste, dass es das gibt?). Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht machten wir uns am Sonntag auf, ein paar richtige Abenteuer zu erleben: Ein Bridge Swing und eine Canyoning-Tour standen auf dem Programm. Der Bridge-Swing verzögerte sich um einige Zeit, da die Leute vor uns sich jeweils kurz vor dem Absprung überlegt haben, wohl doch zu viel Furcht zu haben und sich dann immer ans Brückengeländer zu klammern. Amateure ;-) Der Sprung selbst war dann der HAMMER! Die Brücke war nicht all zu hoch, aber die Kulisse hatte es in sich: Neben dir zwei Wasserfälle, unter dir ein reißender Fluss, über dir die afrikanische Sonne. 's Leben!

Nachmittags zogen wir uns Neoprenanzüge und Helme an und man karrte uns an den Rand einer nahegelegenen Schlucht. Dieser Nachmittag war wieder (wie so viele hier in Südafrika) die Manifestation so vieler Kindheitsträume :-) Wir verbrachten 4,5 Stunden damit, in die Schlucht reinzulaufen, uns einen Weg durch sie zu bahnen und irgendwo wieder hochzuklettern. Unterwegs rutschen wir Bäume runter (wie Feuerwehrmänner), schwammen in Felsspalten zu Wasserfällen (das Gefühl ist unbeschreiblich), sprangen von Felsen in kristallklares Wasser oder ließen uns von der Strömung flussabwärts treiben.

Im Webalbum kann man ein paar Fotos begucken (http://picasaweb.google.com/chubster85/BlydeRiverCanyon).

Und hier kommt noch ein Video von unserer Truppe unter einem Wasserfall:

Bridge Swing am Blyde River Canyon

Hier das ganze aus einer anderen Perspektive... Die Brücke war nur 30 m hoch (ja, da gibt's höhere, aber es war nichtsdestotrotz toll) und das Abenteuer nennt sich "Bridge Swing". Wer wissen will, was ich brülle, soll Braveheart gucken :-p

http://www.youtube.com/watch?v=cdKehlES6Vc

vorwärts kann jeder - rückwärts und kopfüber ist angesagt :o)

Das vergangene Wochenende war der Burner! Ein Bericht folgt später. Hier erstmal ein kleiner visueller (und noch mehr auditiver) Eindruck :-)

Wichtig: SIEGES-, nicht Angstschrei :-D


http://www.youtube.com/watch?v=zOQJRMRTZ7w

Donnerstag, 5. März 2009

Paintball

Kann man adrenalinsüchtig werden? Ich muss mich mal nach Therapien umsehen...

Whatever, auf jeden Fall waren wir (unsere Praktikanten-WG inklusive Hausmeister und Freunde) am Sonntag Paintball spielen. Während andere in der Kirche gesessen sind ;-) Das ist hier in Südafrika ganz großes Kino (Paintball, nicht die Kirche)! Für mich hat sich ein Kindheitstraum erfüllt, und am liebsten würde ich jeden Tag wieder spielen. aaaahhhhhhh..................Und heute tingelte ich durch die Stadt, sah einen Go-Kart-Laden und heizte spontan mal eben ein paar Runden mit quietschenden Reifen durch ein Erdgeschoss Pretorias. Oh mann, mein Herz (und das ist jetzt positivst gemeint)..........................


When will this bubblebath-dreamlife end? Jetzt am Wochenende gehts wieder ein bisschen abenteuern mit den aktionsgeilen Praktikanten: Canyoning steht auf dem Programm! When will this bubblebath-dreamlife end? . . .

Dienstag, 3. März 2009

was man in Deutschland nicht so mitkriegt..

Eine, um mal jugendlich zu sprechen "entgeile" Karikatur, die ich in der heutigen Ausgabe von "The Star" entdeckt habt (Tageszeitung von Pretoria). Steht nun hier als Beitrag zur politischen Bildung.

Hintergrund: Gestern feierte Robert Mugabe, Präsident von Südafrikas Nachbarland Simbabwe, seinen 85. Geburtstag mit einer 200.000-Euro-teuren Party. Gleichzeitig geht sein Land mit der welthöchsten Hyperinflation vor die Hunde und tausende sterben an Cholera...

Mittwoch, 25. Februar 2009

Augen in den Himmel

Stell dir vor, du liegst einfach nur da. In Afrika. In der Ferne grunzen die Löwen. Das Gras der Savanne kitzelt dir im Nacken. Über dir die Milchstraße. Sternenbilder, die man auf der Nordhalbkugel nicht kennt. Keine störenden Umgebungslichter. Ein Sternenhimmel wie im Planetarium. Mit dem Fernglas suchst du eins nach dem anderen ab. Unvorstellbare Bilder bauen sich vor deinen Augen auf: Der mit dem bloßen Auge einzeln erscheinende Stern ist mit dem Fernglas betrachtet ein Sternenhaufen. Wie in einer Kosmos-Zeitschrift. Es gibt Momente, die sollten niemals aufhören. Und in der Ferne grunzen die Löwen.

Dienstag, 24. Februar 2009

neue Fotos online!

Habe ein paar Fotos in das Pilanesberg-Album eingefügt. Fette Kröten, kleine Giraffen, säugende Zebras und mehr...

so long!

Kuda, Kirsten, sandro

Montag, 23. Februar 2009

Pilanesberg National Park

Um dem unfassbaren Stress des Alltags zu entgehen, machten wir uns übers Wochenende auf in den Nordwesten. "Uns", das waren anfangs Kirsten und ich (die wir eigentlich übers Wochenende nach Botswana in die Kalahari wollten, es aber aus Spontanität-Realisierbarkeits-Ungleichmäßigkeit gelassen haben), am Ende dagegen eine 9-Mann-starke, internationale Reisegruppe aus Praktikanten, Lehrern und Freunden. Unsere Idee war wohl sehr attraktiv...

Die Fahrt ging 150 km in den Pilanesberg National Park, eine erloschene Vulkanlandschaft, die vor ein paar Jahren durch die "Operation Genesis" zum dicht besiedelten Nationalpark wurde. "Dicht besiedelt" - dieser Eindruck wurde uns leider trotz intensiver Tiersuche verwehrt. Die Tiere haben sich wohl alle im Gras, hinter Bäumen oder im Wasser versteckt, als sie uns gehört haben. Trotzdem haben wir ein paar geniale Situationen gesehen: Das vom Machtkampf übel aufgeschlitzte Nilpferd oder der Moment, in dem seine Kamerade den Kopf aus dem Wasser strecken, sich vor die untergehende Sonne stellen und das Maul so aufreißen, dass die riesigen Zähne, der umwerfend große Kopf und die Lagune mit dem Sonnenuntergang den Moment erscheinen lassen wie in einem romantischen Tierfilm. I love the bush.

Geschlafen haben wir auf einem Campingplatz, der mit einem unfassbar riesigen Pool ausgestattet war. Dieser Fakt hat uns natürlich auch vom Gamedrive abgehalten und wir haben lieber geplanscht und uns die Közen gebräunt als uns ins Auto zu quetschen und durch die Savanne zu düsen :-) Ich wusste übrigens nicht mehr, wie unglaublich lustig Wasserball sein kann.

In meinen Webalben gibt es ein paar Eindrücke von diesem genialen "Getaway" übers Wochenende:

http://picasaweb.google.com/chubster85/PilanesbergNationalPark

Jetzt ist Montag und es geht wieder andersrum: Schaffen, ranklotzen, schwitzen! (oder doch eher: Zeitung lesen, einen Gang runter schalten und Beachvolleyball spielen... das Leben kann so hart sein).