Was man hier auch übertragen (aufs LÄIBEN) verstehen könnte, ist doch wörtlich gemeint. Nachdem einem ausgiebigen Mittags- (eher Abend-)schlaf, der mich von den deprimierenden Surfstunden des Tages wegbringen sollte, wachte ich auf und (in Springbokdeutsch¹) "fühlte wie Pasta". Bin also von meinem Backpackers die Straße runter zum Restaurant (sprich: Restorang) gelaufen, nichts böses ahnend. Es war dunkel und ja.... Ich schlenderte da so lang und dachte übers Leben nach, bis mich ein heftiger Ruck aus meinen Gedanken riss. BÄM - ich fand mich ein Stockwerk tiefer in einem Loch wieder, das irgendjemand in die Straße gehauen hat (braucht die Kanalisation frische Luft oder was ist hier los?). Das war ein heftiger Wums, irgendwie hab ich alles mit meinen Armen abgefangen, dafür tut mein Brustkorb jetzt weh (ich spekuliere auf eine Muskelprellung und hoffe nichts von den Rippen zu hören). Außerdem hab ich ne böse Schienbeinverletzung (wow, wusste gar nicht, dass die Haut da unten 2 mm dick ist. Oder die Wunde geht bis auf den Knochen, buaaahh). Optimistisch, wie ich bin, fällt mir nur ein, dass ich objektiv gesehen richtig gut gefallen bin: Hab mir weder die Zunge abgebissen, noch bin ich nur mit einem Bein reingefallen (was richtig wehtut :) ).
Ich kann über das Ding nur den Kopf schütteln und mich kaputtlachen - sowas passiert einem auch nur hier. Unbezeichnete Löcher auf der Straße. Und ich fall rein, wer auch sonst ;-)
Achja die Wunde ist gereinigt und versorgt, keine Sorgen alles in Ordnung :) Und dieses Bein hat sich erstmal ausgesurft:
Jetzt ist es erstmal ausgepastat. Gerade ist meine bestellte Pizza gekommen - entschuldigt mich :-)
¹ Springbokdeutsch: Bezeichnung für Einflüsse des Englischen und Afrikaans auf das Deutsch von in Südafrika lebenden Deutschen. Hier: "I feel like pasta" heißt normalerweise "Ich hab Lust auf Pasta".
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24.02.2011: Zurück in Deutschland.
07.02.: Zurück aus dem Outback. 5000 km in 10 Tagen - was für ein Roadtrip.26.01.: Mit dem Campervan auf der Great Ocean Road unterwegs...
31.12.: Endlich nen eigenes Surfboard. Juhu!
29.12.: Zurueck in Sydney.
19.12.: 12 Stunden Zeitverschiebung. Einfacher zu rechnen :-)
18.12.: Gut in Fiji angekommen. Mit netten Leuten auf ner einsamen Insel. Wie im Film.
12.12.: Aufgrund von Wellenmangel nach Surfers Paradise weitergefahren. Hier auch keine Wellen. Grmbl.
10.12.: In Noosa. Die Sonne ist zurück. All about surfing.
03.12.: Back. Verregnet. Wurde beim Tauchen von einem Hai umkreist. Cool.
29.11.: 3 Tage Segeln um die Whitsunday Islands. Catch ya later!
28.11.: Hab heute vom Reisebus aus Kamele im Sonnenuntergang gesichtet. Afrika?
17.11.: Nun obdachlos und von nun an mit dem unterwegs, was in den Rucksack auf den Ruecken passt.
06.11.: Klausurenphase. Campen in der Bibliothek.
31.10.: Ab jetzt 10 Stunden Zeitverschiebung.
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Samstag, 13. Dezember 2008
Freitag, 5. September 2008
Linksverkehr
Wow, habe heute zum ersten Mal den Linksverkehr ausgecheckt :) Rechts sitzen, links fahren, komisches Ding, vor allem beim Abbiegen. Ich durfte auf einem VW Caravan (altes weichgefedertes Ding wie ein groesserer VW Transporter) lernen, mit semi-funktionierender Gangschaltung, bei der man manchmal ein wenig Gewalt anwenden muss :) Vor allem der zu fahrende Weg war interessant: Hauptstrasse, Schotterwerg, Buckelpiste. Schlagloechern ausweichen. Ueber Planken manoevrieren, die ueber einen Bach gelegt waren. Und endlich auf der van Stad'schen Farm ankommen und zu wissen "Feeeeeeeeeeeeeeett, wann darf ich wieder fahren?"
:-)
:-)
Kids Explosion - where I am
Nur zur Info: Ich werde die naechsten vier Wochen als Volontaer bei Kids Explosion verbringen. Kids Explosion ist eine christlich-humanitaere Organisation, die in dem Township Kurland (20 km von Plettenberg Bay) entfernt, aktiv ist. Das Problem in Kurland ist, dass es zu viele Probleme gibt :-) Arbeitslosigkeit von 40%, AIDS, Gewalt, Alkoholismus. Die Menschen leben in provisorisch zusammengezimmerten Huetten, manche ohne Strom, alten Moebeln, alles irgendwie so halb fertig. Heizung gibts generell nicht. Mitten in diesen Huetten besitzt Kids Explosion 3 Haeuser, die sogenannten "Safe Houses". Dort werden Kinder aufgenommen, d.h. duerfen dort leben, die sonst kein zuhause haetten. So leben in jedem Safe House 7-12 Kinder wie eine Grossfamilie zusammen, werden von einer Hausmutter versorgt, gehen zur Schule und bekommen regelmaessiges Essen. Ausserdem bekommen sie die Moeglichkeit, (fuer Europaeer triviale) Dinge zu tun wie: Ein Instrument lernen, Ausfluege unternehmen, Pfadfinder sein, Nachhilfe bekommen. Alles Privilegien hier. Die Kinder sind Kinder, deren Eltern nicht fuer sie sorgen wollen oder koennen. Entweder sitzt die Mutter im Gefaengnis, der Vater ist Alkoholiker, einer von beiden ist gewalttaetig, will das Kind nicht haben, pflegt betrunken nach Hause zu kommen oder erst gar nicht fest zu Hause zu wohnen. Die Turbulenzen der Vergangenheit jedes einzelnen Kindes koennte wohl Buecher fuellen. Krasse Schicksale.
Kids Explosion hat nun diese Haeuser, dort wohnen die Kids und verbringen ihr daily life, das sie sonst nicht verbringen koennten. Kids Explosion bekommt von Woolworth und "Pick'n'Pay" (jeweils Supermaerkte) woechentlich aussortiertes oder nicht verkauftes Essen, das es an die Kids weitergeben darf.
Das ist das, was ich bisher mitbekommen habe. Wahrscheinlich tut Kids Explosion noch viel mehr, deshalb besteht kein Anspruch auf Vollstaendigkeit. Kathy van Staden ist die Gruenderin und Leiterin dieser Arbeit. Bei ihr zuhause darf ich gerade wohnen, zusammen mit ihrem Sohn John-May, ihrer Tochter Renate und deren drei Soehnen Tymon, Austin und Aligi. Mit Tymon werde ich morgen ein paar Wohnhaeuser fuer die im "Garten" ansaessigen Gaense und Enten zusammenzimmern. Handwerklich ziemlich geschickt, der Junge, obwohl erst 16 - wow :)
Die Farm, auf der wir leben, ist ca. 7 km von Kurland entfernt "im tiefsten Outback". Wirklich, wenn man hier her faehrt, biegt man irgendwann von der Hauptstrasse auf eine Schotterstrasse ab und von dieser auf einen Trampelpfad, auf dem jeder Deutsche aus Angst um seine Stossdaempfer nach 500m umdrehen wuerde. This is Africa :)
Kids Explosion hat nun diese Haeuser, dort wohnen die Kids und verbringen ihr daily life, das sie sonst nicht verbringen koennten. Kids Explosion bekommt von Woolworth und "Pick'n'Pay" (jeweils Supermaerkte) woechentlich aussortiertes oder nicht verkauftes Essen, das es an die Kids weitergeben darf.
Das ist das, was ich bisher mitbekommen habe. Wahrscheinlich tut Kids Explosion noch viel mehr, deshalb besteht kein Anspruch auf Vollstaendigkeit. Kathy van Staden ist die Gruenderin und Leiterin dieser Arbeit. Bei ihr zuhause darf ich gerade wohnen, zusammen mit ihrem Sohn John-May, ihrer Tochter Renate und deren drei Soehnen Tymon, Austin und Aligi. Mit Tymon werde ich morgen ein paar Wohnhaeuser fuer die im "Garten" ansaessigen Gaense und Enten zusammenzimmern. Handwerklich ziemlich geschickt, der Junge, obwohl erst 16 - wow :)
Die Farm, auf der wir leben, ist ca. 7 km von Kurland entfernt "im tiefsten Outback". Wirklich, wenn man hier her faehrt, biegt man irgendwann von der Hauptstrasse auf eine Schotterstrasse ab und von dieser auf einen Trampelpfad, auf dem jeder Deutsche aus Angst um seine Stossdaempfer nach 500m umdrehen wuerde. This is Africa :)
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