Ueber Nacht steht die drittegroesste Stadt Australiens, Brisbane, vor der schlimmsten Flutkatastrophe in der Geschichte des Kontinents. Die Pegelstaende stiegen am Dienstag einen Meter pro Stunde, die Maxima werden heute abend (Mittwoch) und morgen erwartet, es bleibt also spannend. Die Zahl der Todesopfer hat 10 ueberschritten. Das kommerzielle Leben ist zum Stillstand gekommen, Tausende Menschen fluechten aus der Stadt. Wie im Film: Die Staudaemme drohen zu bersten (sollte das passieren, ist Brisbane hinueber) und die Stadt muss gezwungenermassen Wasser in den eh schon ueberfluteten Fluss ablassen, um dies zu verhindern (hier kann man eine Uebersicht ueber die Staudaemme sehen und sich ein Bild machen, dass sie teilweise zu 150% voll sind).
Ein Jahrzehnt Duerre und nun Flut - von meinem Eindruck her sind die Australier nicht sonderlich aus dem Haeuschen, sie sind extreme Behandlungen der Natur gewohnt. Sie kaempfen und strotzen - seit 1770.
Weblinks:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/10/0,3672,8190954,00.html
http://www.liveleak.com/view?i=342_1294796489
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1231446/Australien-Flut-bedroht-Brisbane
latest news
24.02.2011: Zurück in Deutschland.
07.02.: Zurück aus dem Outback. 5000 km in 10 Tagen - was für ein Roadtrip.26.01.: Mit dem Campervan auf der Great Ocean Road unterwegs...
31.12.: Endlich nen eigenes Surfboard. Juhu!
29.12.: Zurueck in Sydney.
19.12.: 12 Stunden Zeitverschiebung. Einfacher zu rechnen :-)
18.12.: Gut in Fiji angekommen. Mit netten Leuten auf ner einsamen Insel. Wie im Film.
12.12.: Aufgrund von Wellenmangel nach Surfers Paradise weitergefahren. Hier auch keine Wellen. Grmbl.
10.12.: In Noosa. Die Sonne ist zurück. All about surfing.
03.12.: Back. Verregnet. Wurde beim Tauchen von einem Hai umkreist. Cool.
29.11.: 3 Tage Segeln um die Whitsunday Islands. Catch ya later!
28.11.: Hab heute vom Reisebus aus Kamele im Sonnenuntergang gesichtet. Afrika?
17.11.: Nun obdachlos und von nun an mit dem unterwegs, was in den Rucksack auf den Ruecken passt.
06.11.: Klausurenphase. Campen in der Bibliothek.
31.10.: Ab jetzt 10 Stunden Zeitverschiebung.
Mittwoch, 12. Januar 2011
Montag, 3. Januar 2011
Eilmeldung: Land Unter In Down Under
Es ist nicht so lang her, dass ich Queensland bereist und ueber den staendigen Regen gemeckert hab. Jetzt haben wir den Salat: Das Wasser, das bei mir von oben runtergekommen ist, steht nun in den Strassen und will nicht abfliessen. Queensland erlebt die schlimmste Flutkatastrophe seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, Gebiete groesser als Deutschland und Frankreich zusammen (!) stehen unter Wasser. Von dem "Sunshine State" ist nicht mehr viel zu sehen, und das Image vom trockenen, heissen Kontinent hat sich gewandelt. Jahrelang hat die Duerre eine Ernte nach der anderen zerstoert und nun sind alle Backpacker arbeitslos, die zum Orangenpfluecken angereist sind. In Deutschland der Schnee, in Queensland das Wasser. Hallo El Ninja.
Video: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1226068/Australien-Flut-biblischen-Ausmasses
News: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-01/ueberschwemmungen-australien
Video: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1226068/Australien-Flut-biblischen-Ausmasses
News: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-01/ueberschwemmungen-australien
Prosperous New Year 2011!
Silvester an der Harbour Bridge. Da muss jemand unheimlich grossen Spass am zuendeln gehabt haben. Sieben Tonnen Feuerwerkskoerper wurden in dem groessten Feuerwerk in Sydney seit 10 Jahren in 12 Minuten verballert. Ein gigantisches Schauspiel.
HAPPY NEW YEAR!
EDIT: Wie mir jemand mitgeteilt hat, ist das Video in Deutschland nicht verfuegbar :-(
Freitag, 31. Dezember 2010
Leben live und Fiji-Fotos
Hier ein Einblick in Fijis Strassen-Leben. Barbecue in der Seitenstrasse. Love it (man beachte, wie der Faenger bei 1:53 sensationell die Wurst verfehlt. Nicht auszudenken, wenn er die gefangen haette :-) )!
Ausserdem gibts mehr Fotos online:
Ausserdem gibts mehr Fotos online:
Dienstag, 28. Dezember 2010
Ni sa moce - bye bye Fiji
Hier sitze ich nun - auf dem Flughafen Nadi, in dem Land mit nur einem internationalen Airport, dort wo die Gate-Nummern noch einstellig sind. Dort, wo mich der den Reisepass kontrollierende Security-Officer (das sind die, die immer so kritisch gucken und komische Fragen stellen), überfreudig wieder erkannt hat, weil er heut morgen, als ich noch schlief, schon mein Haus besucht hat (und anscheinend hab ich mit ihm mal Kava getrunken und er kennt meinen Freund Nambo). Diese zweite Woche im Paradies würde ich, nach dem ersten "Paradies pur"-Teil, unter das Motto "Kultur pur" stellen. "Du warst nicht wirklich in Fiji, wenn du nicht die Leute in den Häusern getroffen hast", haben sie immer gesagt. Also bin ich mit Nambo durch die Botanik getingelt und hab seine Verwandten und Freunde kennen gelernt. Unglaublich gastfreundlich, dieses Völkchen. Küsschen von alten Tanten auf die Bäckchen, beziehungsweise, ich nenne es "Riechkuss": sie riechen, schnüffeln bzw. küssen (eine Mischung aus beidem) einem zur Begrüßung an der Backe. Da bekommt der Spruch "Die können sich nicht riechen" wieder sinn. Ein bisschen nervig war dieses ständige traditionelle Kava-Getrinke. Kava ist der traditionelle Fiji-Trank, den man auftischt, um Zeit zu verbringen und zu socialisen. Nach ein paar Bechern wird man taub im Kopf und auf der Zunge (also wie flüssiges Bekiffen)... Und es schmeckt (und sieht aus) wie braunes Dreckwasser. Naja, was will man machen, Traditionen :) Die Fijianer sind übelst gastfreundlich, und alles ist sehr informell und locker. Es gibt überall immer reichlich zu essen (Fiji ist sehr reich an coolen Früchten und Essen, zum Beispiel stehen in jedem Garten Mango-, Avocado-, Bananen- und Brotbäume rum - fragt mich nich nach letzterem). Wenn man irgendwo zu Gast ist, wird sich nicht an den Tisch gesetzt, sondern entweder aufn Boden oder wo man halt grad Platz findet. Der Tisch ist meistens ne ausgebreitete Decke aufm Boden. Im schneidersitz auf der Strohmatte rum zu sitzen ist nach ein paar Minuten ganz schön anstrengend - so war ich eine lustige Attraktion für die Tanten ausm Dorf, als ich beim weihnachtsmahl ständig die Positionen gewechselt und Beine gerieben hab. Wundert mich, wie die süßen Fiji-Omas das so lange hinkriegen. Die Einheimischen geben ihren Gästen immer das Gefühl, König zu sein. Ein bisschen komisch fühlt man sich da schon - wenn dir zum Beispiel die Mutter das vierte Hauptgericht serviert, der Vater den Saft nachschenkt und die Tochter mit dem Palmenblatt frische Luft zuwedelt...
Das Wetter war mega interessant: 30°, blauer Himmel, plötzlich 15 Minuten Platzregen, dann wieder blauer Himmel für zwei Stunden, dann wieder 15 Minuten Platzregen. Richtig herrlich, dass man weiß, dass der Regen gleich wieder aufhört.
Natürlich gab es auch so manche Herausforderungen: Wenn man da so abends aufm Boden gebettet liegt und die Kakerlaken einem vor der Nase rumkrabbeln. Oder wenn täglich ab 8 Uhr der Strom und ab 21 Uhr das Wasser abgestellt wird. Oder die generelle Hygiene in den Duschen.. das Leben fühlt sich eher wie Zelten an. Reisen verändert.
Als ich noch in Sydney war, hab ich auf der Karte von Fiji ein Dorf namens "Sandro" entdeckt. Wie fett ist das denn, ein Ort, der so heißt wie du? :-) Als Nambo einmal beschäftigt war, hab ich mich allein aufgemacht, es zu finden. War nicht ganz einfach, denn eigentlich wusste niemand von dessen Existenz. Nach ein paar Stunden mit Bussen, laufen, rumfragen, Taxis hab ich's dann irgendwie gefunden (war in der Pampa..) und mich gleich zum Dorfhäuptling durchgefragt. Der wirkte ziemlich gelangweilt und konnte kein englisch. Mit meinen geringen Fijikenntnissen war die Konversation dann natürlich nach wenigen Minuten ausgelutscht. Dabei war ich anscheinend der erste Besucher in dem Dorf seit Jahren. Hab mich dann mit ein paar rumstreunenden Kindern angefreundet, die mir stolz ihr Dorf präsentiert haben - als ich ging, war wieder dieses komische Gefühl da, neugewonnene "Freunde" wohl nie wieder zu sehen. Ciao Sandro - Reisen prägt.
Insgesamt ist Fiji eine andere Welt. Traumhafte Pazifikstrände auf der einen Seite und herzlichste Menschen auf der anderen. Lebens- und Bauweise exakt wie in Südafrika, aber viel mehr natürliche Ressourcen und dadurch mehr Entwicklungspotential. Nur die Einstellung der "Fiji Zeit" (das ist, keine Pläne zu machen und hundert Prozent im Jetzt zu leben) hält die Entwicklung ein bisschen zurück. Was will man lieber - entspanntes und unstressiges Leben oder Fortschritt? Gibt's nen Kompromiss?
Neue Bilder gibt's bald...
Das Wetter war mega interessant: 30°, blauer Himmel, plötzlich 15 Minuten Platzregen, dann wieder blauer Himmel für zwei Stunden, dann wieder 15 Minuten Platzregen. Richtig herrlich, dass man weiß, dass der Regen gleich wieder aufhört.
Natürlich gab es auch so manche Herausforderungen: Wenn man da so abends aufm Boden gebettet liegt und die Kakerlaken einem vor der Nase rumkrabbeln. Oder wenn täglich ab 8 Uhr der Strom und ab 21 Uhr das Wasser abgestellt wird. Oder die generelle Hygiene in den Duschen.. das Leben fühlt sich eher wie Zelten an. Reisen verändert.
Als ich noch in Sydney war, hab ich auf der Karte von Fiji ein Dorf namens "Sandro" entdeckt. Wie fett ist das denn, ein Ort, der so heißt wie du? :-) Als Nambo einmal beschäftigt war, hab ich mich allein aufgemacht, es zu finden. War nicht ganz einfach, denn eigentlich wusste niemand von dessen Existenz. Nach ein paar Stunden mit Bussen, laufen, rumfragen, Taxis hab ich's dann irgendwie gefunden (war in der Pampa..) und mich gleich zum Dorfhäuptling durchgefragt. Der wirkte ziemlich gelangweilt und konnte kein englisch. Mit meinen geringen Fijikenntnissen war die Konversation dann natürlich nach wenigen Minuten ausgelutscht. Dabei war ich anscheinend der erste Besucher in dem Dorf seit Jahren. Hab mich dann mit ein paar rumstreunenden Kindern angefreundet, die mir stolz ihr Dorf präsentiert haben - als ich ging, war wieder dieses komische Gefühl da, neugewonnene "Freunde" wohl nie wieder zu sehen. Ciao Sandro - Reisen prägt.
Insgesamt ist Fiji eine andere Welt. Traumhafte Pazifikstrände auf der einen Seite und herzlichste Menschen auf der anderen. Lebens- und Bauweise exakt wie in Südafrika, aber viel mehr natürliche Ressourcen und dadurch mehr Entwicklungspotential. Nur die Einstellung der "Fiji Zeit" (das ist, keine Pläne zu machen und hundert Prozent im Jetzt zu leben) hält die Entwicklung ein bisschen zurück. Was will man lieber - entspanntes und unstressiges Leben oder Fortschritt? Gibt's nen Kompromiss?
Neue Bilder gibt's bald...
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