Beobachtungen aus meiner täglichen Arbeit: Hannelore sabbert manchmal. Franz-Rudolph hat Probleme beim Gehen. Heinrich fehlt ein Zahn. Was sich hier wie eine Szenen aus einem Altenheim anhört, ist ein Kindergarten. Die lustigen Namen lassen sich durch die familiären Hintergründe der Kinder erklären: Deutsche Südafrikaner mit doppelter Staatsbürgerschaft, die schon in vierter Generation hier leben und den Schuss nicht gehört haben ;-)
Whatever, die Arbeit macht total viel Spaß, ist aber auch mega anstrengend! Eigentlich tue ich die meiste Zeit nicht anderes, als die dicken Pausbacken von zwei- bis vierjährigen zu knuddeln und ihnen irgendwelche Werte ins Leben zu (natürlich nur im übertragenen Sinne) prügeln (das Spektrum reichte bisher von "Hand vorm Mund beim Husten!" über "Lügen ist für Looser!" bis hin zu "Schlag niemals eine Frau!"). Das ist schon fett. Anstrengend wird es immer ungefähr nach drei Stunden, wenn ihre kleinen gellenden Stimmen die meinige überbieten und ich mich irgendwann fühle, als ständen sie alle andächtig im Kreis um mich herum, jeder einen kleinen Eisenhammer in der Hand, im Takt auf meinen Kopf klopfend. Heute hab ich irgendwann einfach Hillsong-Mucke per mp3-Player gehört und ihnen zur Musik beim spielen zugeschaut. Darf auch mal sein.
Rechts auf meiner Travel-Karte lunzt den Betrachter meine Vorfreude auf das an, was nächsten Mitwoch für 12 Tage kommt: Der letzte große Trip *schaurigemusikspiel*
Köstlich wie Du das beschreibst. Ich habe herzhaft gelacht. Liegt sicher mit daran, dass ich mir alles immer total bildlich vorstelle. Trotzdem Danke dafür. Und grüße die Speckwürste :-)
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